Allgemeinchirurgie

Diabetisches Fußsyndrom (DFS)

Der diabetische Fuß tritt am häufigsten bei Patienten mit Typ-II-Diabetes (sog. Alterszucker) auf und ist die Ursache für zwei Drittel aller durchgeführten Amputationen in Deutschland. Das DFS ist eine Folgeerkrankung von langfristig erhöhten Zuckerspiegeln im Blut. Hierbei kommt es zur Schädigung von Nerven, Störung der Schweißproduktion und Verengung der Gefäße durch Verkalkungen. Oftmals klagen die Patienten über trockene, rissige Haut und ein abgeschwächtes Berührungsempfinden, so dass sich ein Geschwür (Ulcus) im Bereich des Fußes entwickeln kann und meistens nicht mehr abheilt. Durch die Durchblutungsstörung und die geschwächten Abwehrkräfte kann sich leicht eine Infektion ausbreiten. Meist handelt es sich um banale Verletzungen (Fußpflege, Druckstellen durch zu enge Schuhe, Fremdkörper im Schuh) die schwere Folgen mit sich führen können.

Behandlung:

Bei Bedarf erfolgt die Verbesserung der Durchblutungssituation minimal-invasiv durch Punktion der Gefäße mit einer anschließenden Ballonerweiterung, Implantation einer Gefäßstütze oder offen operativ durch Ausschälung des Kalks oder/ und Anlage eines Bypasses (Gefäßumleitung). Im Gegensatz zur arteriellen Verschlusskrankheit sind beim dialektischen Fusssyndrom vorwiegend die kleinen Gefäße am Unterschenkel betroffen, was die Therapie verkompliziert. Aufgrund unserer umfangreichen Erfahrung können wir für jeden Patienten die individuell- bestmöglichste Therapie anbieten. Die interventionelle Therapie zur Durchblutungsverbesserung steht auch hier im Vordergrund: Durch kleinste Microkatheter können die Gefäße bis zu den Zehen frekanalisiert werden.

Chronische Wunden behandeln wir mit einer speziellen Unterdrucktherapie (VAC-Therapie). Diese fortschrittliche Therapie beschleunigt die Wundheilung  durch Verkleinerung der Wundränder, Ableitung des infektiösen Materials und Bildung von Granulationsgewebe erheblich. 

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