Allgemeinchirurgie

Verengung der Halsschlagadern (Stenose der A. carotis interna)

Einengungen der Halsschlagadern treten durch Verkalkungen auf und werden meist in Screeninguntersuchungen mittels Ultraschall diagnostiziert oder auch erst zu spät durch das Auftreten von neurologische Symptomen (Seh- und Sprachstörungen, vorübergehende Lähmungen) auffällig. Durch die Verengung lagern sich Blutgerinnsel an, welche im Gehirn Blutgefäße verstopfen und somit Durchblutungsstörungen (Schlaganfall) verursachen.

Behandlung:

In einer gefäß-neurologischen Konferenz wird jeder Befund im Team diskutiert und das individuelle Behandlungskonzept für den Patienten gemeinsam festgelegt. Bei geringen Verengungen reicht meist eine medikamentöse Therapie und eine Optimierung der Risikofaktoren (Verzicht auf Nikotin; Diabeteseinstellung) aus. Bei hochgradigen Verengungen kann die operative Beseitigung das Risiko für einen Schlaganfall deutlich senken. Durch einen kleinen Hautschnitt kann die Verengung aus der Schlagader ausgeschält (desobliteriert) und in den meisten Fällen direkt wieder vernäht werden. Während der Operation werden die Gehirnströme mittels Neuromonitoring gemessen, so dass der Patient während der Narkose bestens überwacht ist.

Alternativ steht auch hier ein minimal-invasives Verfahren mit Stentimplantation zur Verfügung. Auf Grund der geringeren Komplikationsrate und der besseren Langzeitergebnisse stellt die offene Operation zur Zeit noch die Therapie der Wahl dar. 

zurück