Wirbelsäulenchirurgie

Ein starker Anstieg an Wirbelsäulenoperationen in den vergangenen Jahren sorgt bei Rückenpatienten immer wieder für Verunsicherung, ob ein chirurgischer Eingriff wirklich nötig ist oder aber eine konservative Therapie genauso zum Heilungserfolg führen könnte. Der Gang zum Experten ist für Rückenpatienten heutzutage entsprechend ein absolutes Muss. Im Chirurgischen Klinikum München Süd finden Sie hierfür ein hochspezialisiertes Team, bestehend aus Neurochirurgen, Unfallchirurgen und Orthopädischen Chirurgen, die Rückenerkrankungen aus jedem Blickwinkel kennen und dank jahrzehntelanger Erfahrung genau definieren können. Dabei werden von Bandscheibenerkrankungen bis hin zu Tumoren der Wirbelsäule und des Rückenmarks Erkrankungen im gesamten Bereich der Wirbelsäule und des Rückenmarks behandelt - und das längst nicht nur operativ: Tatsächlich wird in der Abteilung bei neun von zehn Fällen zunächst eine konservative Behandlungsempfehlung ausgesprochen. Ziel einer jeden Therapie ist dabei stets die schnelle Besserung der Beschwerden und das Erzielen eines Ergebnisses, das dem Patienten die Möglichkeit gibt, seinen normalen Alltag wieder aufzunehmen und dabei vor allem möglichst die Arbeitsfähigkeit wieder herzustellen bzw. zu erhalten. Die Rehabiliatation erfolgt unter anderem in Kooperation mit unserem Schwesterhaus in Feldafing.

Sollte die Indikation einen chirurgischen Eingriff erforderlich machen, wird dieser soweit möglich stets minimal-invasiv durchgeführt. Dabei handelt es sich bei Chefarzt Dr. Ulrich März um einen ausgewiesenen und deutschlandweit führenden Experten gerade im Bereich der navigationsgestützten Wirbelsäulenchirurgie. Diese kommt ursprünglich aus dem Bereich der Hirnchirurgie und wurde nach und nach auf die Wirbelsäulenchirurgie übertragen. Das Navigationssystem erlaubt mittels noch besserer Anleitung chirurgische Eingriffe an kleinsten Strukturen und ein millimetergenaues Arbeiten.

Degenerative Instabilitäten

Eine besondere Expertise weist die Wirbelsäulenchirurgie unseres Hauses im Bereich der sogenannten dynamischen Stabilisierung auf: Wenn sich einzelne Wirbelsäulenverbindungen lockern, kommt es zu einer Einengung des Rückenmarkskanals, und die Nervenwurzeln werden zusammengedrückt – starke Schmerzen, Sensibilitätsstörungen und sogar Lähmungen können die Folge sein. Hilfe bietet hier die operative Entlastung der Nerven mittels dynamischer Stabilisierung. Dieses Verfahren empfiehlt sich für alle, die bislang mit einer Versteifungs-Operation behandelt wurden, deren Wirbelsäule also starke Abnutzungserscheinungen inklusive einer Lockerung der Wirbelkörper aufweist. Der Unterschied zur klassischen Versteifung liegt dabei vor allem darin, dass eine Versteifung der Wirbelkörper zwar dem Schmerz ein Ende setzt, die benachbarten Wirbelsäulensegmente aber sehr stark belastet. Diese Überbelastung erfordert nach ein paar Jahren oft eine erneute Operation. Zudem geht die Beweglichkeit im betreffenden Teil der Wirbelsäule für immer verloren. Das ist bei der dynamischen Stabilisierung nicht der Fall: Flexible Implantate aus Titan beheben die Überbeweglichkeit der Wirbel, die Bewegungsfreiheit jedoch bleibt. Gleichzeitig werden die Nachbar-Segmente geschützt. Zudem ist die Methode ausgesprochen sicher, v.a. aufgrund der Arbeit mit einem Navigationsgerät. So wird die OP nicht nur präziser, sondern auch deutlich schonender für den Patienten. Weitere Vorteile sind der geringere Blutverlust sowie die gesenkte Dauer von Operation und stationärem Aufenthalt.

Degenerative Veränderungen der Halswirbelsäule

Einen weiteren Schwerpunkt unserer Abteilung bildet die Behandlung von Erkrankungen im Bereich der Halswirbelsäule (HWS), die bei den Patienten zu besonders ausgeprägten Beschwerden führen können. Als beweglichster Teil unserer Wirbelsäule ist die HWS gleichzeitig auch der anfälligste für meist altersbedingte Abnutzung. Auch bilden sich oft knöcherne Anbauten an den Wirbelkörpern und Gelenken, die Nerven und Rückenmark beeinträchtigen können. In der Regel empfiehlt sich hier eine konservative Therapie, um einen chirurgischen Eingriff so lange wie möglich zu vermeiden - sollte er doch vonnöten werden, sind Sie jedoch bei unserem Expertenteam rund um Chefarzt Dr. März in den besten Händen.

Therapiespektrum

In der Wirbelsäulenchirurgie werden Erkrankungen der Wirbelsäule und des Rückenmarks therapiert. Behandelt werden Erkrankungen im Bereich der gesamten Wirbelsäule:

  • Bandscheibenerkrankungen
  • Nervenwurzel- und Rückenmarks-Kompressionssyndrome (Spinalkanalstenose)
  • chronische Rückenschmerzsyndrome
  • Gefügelockerungen bzw. Instabilitätssyndrome
  • Tumoren der Wirbelsäule und des Rückenmarks

Die an unserer Klinik angebotenen wirbelsäulenchirurgischen Therapiemaßnahmen umfassen alle wissenschaftlich fundierten Methoden des Fachgebietes:

  • mikrochirurgische Techniken der Bandscheibenoperation
  • computertomographisch gesteuerte Infiltrationsverfahren
  • Kryotherapie der Facettengelenke
  • minimal-invasive Operationen mithilfe Neuronavigation
  • Fusionsverfahren im Bereich der gesamten Wirbelsäule (anterior, anterolateral, dorsolateral, PLIF) unter bedarfsabhängiger Verwendung von Pedikelschraubsystemen, Platten, Cerclagen, Cages oder autologem Knochen und Einsatz der Neuronavigation zur sicheren Implantatplatzierung
  • Dekompressionsoperationen (Foraminotomie, Laminotomie ggf. mit „Cross-over undercutting“)
  • Laminektomie, Laminoplastie, Vertebrektomie
  • Tumorresektionen, Laminoplastik
  • Bandscheibenersatzimplantate

Die technische Ausstattung des Wirbelsäulen-OP entspricht dem aktuellen Stand der Technik. Routinemäßig werden bei Operationen je nach Bedarf eingesetzt:

  • modernste Operationsmikroskope
  • elektophysiologisches Monitoring
  • Ultraschall
  • Computernavigation

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T 089 72440-254 oder -251
wirbelsäulenchirurgie-ckms@artemed.de

Team

Dr. med. Ulrich März, Chefarzt Wirbelsäulenchirurgie, Chirurgisches Klinikum München Süd

Dr. Ulrich März

Chefarzt Wirbelsäulenchirurgie
Facharzt für Neurochirurgie

Fax:
+49 (0) 89 72440-400

Dr. med. Thomas Nagel, Chefarzt Wirbelsäulenchirurgie, Chirurgisches Klinikum München Süd

Dr. Thomas Nagel

Oberarzt Wirbelsäulenchirurgie
Facharzt für Chirurgie

Fax:
+49 (0) 89 72440-400

Dr. Seyed Mehdi Morteza, Oberarzt Wirbelsäulenchirurgie, Chirurgisches Klinikum München Süd

Dr. Seyed Mehdi Morteza

Oberarzt Wirbelsäulenchirurgie

Fax:
+49 (0) 89 72440-400
Kooperationspartner

Seit Januar 2017 kooperieren wir, das Chirurgische Klinikum München Süd, mit dem Wirbelsäulenzentrum am Stiglmaierplatz (WZAS). Die beiden Gründer Dr. med. Ralph Medele und Dr. med. Marko Ständer führen seit 2006 mit ihrem Team, das aus Neurochirurgen und Orthopäden besteht, ihre Praxis am Stiglmaierplatz in enger Kooperation mit den dort ebenfalls ansässigen Radiologen, Neuro-Radiologen und Physiotherapeuten.

Es wir das gesamte Spektrum der operativen Wirbelsäulenchirurgie von der minimal-invasiven Chirurgie, über die mikrochirurgische Bandscheibenchirurgie, bis zu stabilisierenden Eingriffen auch mit Wirbelköperersatz  oder Korrektur-Spondylodesen angeboten. Auch ist eine stationäre Schmerztherapie möglich.

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage des Wirbelsäulenzentrums.

Dr. med. Ralph Medele, Wirbelsäulenzentrum Stiglmaierplatz

Dr. Ralph Medele

Neurochirurg

Dr. med. Marko Ständer, Wirbelsäulenzentrum Stiglmaierplatz

Dr. Marko Ständer

Neurochirurg

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