Tiefe Beinvenenthrombose (TVT)
Bei der tiefen Beinvenenthrombose kommt es zur Bildung eines Blutgerinnsels (Thrombus) in einer tief gelegenen Bein- oder Beckenvene.Therapie
Eine stationäre Behandlung ist bei einer Beinvenenthrombose nur noch in seltenen Fällen erforderlich. Zunächst wird man versuchen, durch die Gabe von Heparin zu behandeln. Ergänzend werden eine Kompressionstherapie und Bewegung angewendet. In unserer Klinik begleiten wir die Therapie mit einer Ultraschallverlaufsbeurteilung. An diese Therapie schließt eine gerinnungshemmende Tablettentherapie (z.B. Marcumar®, Falithrom®) an. Nur in ganz seltenen Fällen – so bei drohender Lungenembolie – muss im Falle einer tiefen Beinvenenthrombose eine Operation durchgeführt werden.
Risikofaktoren
- Übergewicht
- Höheres Lebensalter
- Zu wenig Bewegung, zu langes Sitzen („Economy Class Syndrom"), Bettlägerigkeit, Gipsverband
- Operationen, insbesondere orthopädische
- Rauchen
- Einnahme von Hormonen (z.B. Pille)
- Schwangerschaft & Wochenbett
- Tumorerkrankungen
- Thromboseneigung bei bestimmten Erbkrankheiten (APC-Resistenz oder "Faktor-V-Mutation", Antithrombin III-Mangel, Mangel von Protein C oder S)
Krankheitsbild
Das Blutgerinnsel kann das Gefäß teilweise oder vollständig verschließen. Als mögliche Folge kann sich eine Lungenembolie (Verschluss einer Lungenarterie durch Einschwemmung eines Thrombus) oder ein postthrombotisches Syndrom) entwickeln.