Benedictus Krankenhaus Tutzing GmbH & Co. KG
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Orthopädie - Endoprothetik

Künstlicher Gelenkersatz von Hüfte, Knie, Schulter, Ellenbogen und Sprunggelenk
Der Ersatz von beschädigten Hüft-, Knie- und Schultergelenken und zunehmend auch Ellenbogen- und Sprunggelenken durch künstliche Gelenke (Endoprothesen) gilt zu Recht als einer der bedeutendsten medizinischen Fortschritte des 20. Jahrhunderts. Der Verschleiß der großen Gelenke durch Arthrose im Alter, bei rheumabedingter Arthritis sowie nach Unfällen hat nicht nur zermürbende Dauerschmerzen zur Folge, sondern schränkt auch die Beweglichkeit und die allgemeine Lebensqualität der Betroffenen stark ein.

Unser Anspruch ist eine jeweils individuell auf das Krankheitsbild und die Bedürfnisse des Patienten abgestimmte Versorgung mit verschiednen Kunstgelenk-Typen, modernster Technologie und Implantationstechnik -  individuell und möglichst  minimalinvasiv.

Am Benedictus Krankenhaus Tutzing setzen wir modernste Implantate ein. Dabei berücksichtigen wir anatomische und physiologische Prinzipien und schaffen damit Voraussetzungen für ein bewegliches und schmerzfreies künstliches Gelenk. Neben den Fähigkeiten des Operateurs und der Wahl des richtigen Implantats spielt die Gleitpaarung des Kunstgelenkes eine entscheidende Rolle für den langfristigen Erfolg des Gelenkersatzes. Durch den Einsatz neuartiger Materialien verlängert sich die Lebensdauer der Prothesen stetig. Die Weiterentwicklung schonender und minimalinvasiver Operationstechniken verringert nicht nur die Gewebeverletzung, sondern auch den Blutverlust während und nach der Operation. Zudem kommen an unserer Klinik sämtliche modernen blutsparenden Verfahren zum Einsatz. In jedem einzelnen Fall stimmen wir das Vorgehen und die Wahl des Implantates (Teilprothese, Totalendoprothese, Oberflächenersatz etc.) individuell ab. Dies gewährleistet eine unkomplizierte und rasche Genesung und ein optimales Langzeitergebnis.

Im Bereich der Hüftendoprothetik kommen hochwertige Endoprothesen - in der Regel sogenannte Großkopfprothesen - zur Anwendung. Diese  garantieren eine größere Stabilität und Bewegungsfreiheit und ermöglichen eine sicherere und raschere Rehabilitation.

Auch beim künstlichen Kniegelenkersatz gehen wir keine Kompromisse ein. In Tutzing kommen hochwertige anatomische modulare Knieendoprothesen nach dem »Baukastenprinzip« mit mobiler, dem menschlichen Meniskus nachempfundener Plattform zum Einsatz.

An die Endoprothetik der großen Gelenke werden hohe Erwartungen gestellt. Sie erfüllen sich in Form erheblich gesteigerter Lebensqualität und Mobilität der Patienten. Mit gewissen Einschränkungen können Menschen mit künstlichen Hüft- und Kniegelenken sogar wieder Sport treiben. Die ständig weiterentwickelten modernen Prothesen an Hüfte und Knie weisen eine hohe mechanische Belastbarkeit auf und sind wenig verschleißanfällig. Damit stehen diese zuverlässigen Verfahren zunehmend auch zum Einsatz bei jüngeren, berufstätigen und sportlich aktiven Patienten zur Verfügung. Ein künstliches Gelenk kann heute über viele Jahre störungsfrei arbeiten.

Auch nach erfolgreicher Rehabilitation lassen wir Sie nicht im Stich: In Kooperation mit der Physiotherapie haben wir ein spezielles Endoprothesentraining (»TEP Fit«) für Sie entwickelt, bei dem Sie Ihr »personal trainer« auf Wunsch ein Jahr lang begleitet und so den optimalen Therapieerfolg gewährleistet. Wir beraten Sie gern.

Spezielle Frauenknieendoprothese
Zwischen männlichen und weiblichen Kniegelenken gibt es entscheidende anatomische Unterschiede. Dies hat direkte Auswirkungen auf die Knieendoprothetik. In Tutzing bieten wir die Möglichkeit, die geschlechtspezifischen Besonderheiten bei der Implantatwahl mit einem besser an die Anatomie der Frau angepassten Kunstgelenk bei Bedarf zu berücksichtigen.

Schultergelenkendoprothese
Chefarzt Dr. med. Martin Huber-Stentrup ist schon seit vielen Jahren unter anderem auf die moderne offene und minimalinvasive Schulterchirurgie bis hin zur Schulterendoprothetik spezialisiert.

Die Ursachen einer Zerstörung des Schultergelenkes können angeboren, stoffwechsel-, unfall-, verschleißbedingt oder entzündlich sein. Die Häufigkeit der Schultergelenksarthrose liegt in der älteren Bevölkerung bei ca. 20%. Die unterschiedlichen Veränderungen des Schultergelenkes bei den verschiedenen Grunderkrankungen können durch bildgebende Verfahren wie Röntgen, Ultraschall, Computertomographie und Kernspintomographie sehr gut voneinander unterschieden werden.

Die Wahl einer Schultertotalendoprothese (Kopf- und Pfannenersatz) oder einer Hemiprothese (alleiniger Kopfersatz) sind in hohem Maße vom Ausgangsbefund des erkrankten Schultergelenkes abhängig. Neu ist die in den letzten Jahren zunehmend eingebaute sog. inverse (»umgekehrte«) Schulterendoprothese, die selbst noch bei vollständig zerstörter Sehnenhaube eine weitgehend voll gebrauchsfähige Schulter ermöglicht. Bei dieser speziellen Schulterendoprothese wird praktisch umgekehrt die zerstörte Gelenkpfanne durch einen aufgeschraubten Kopf und der zerstörte Kopf durch ein passendes, entsprechendes Pfannenlager ersetzt.

Die konservative Therapie bei fortgeschrittenen Arthrosen des Schultergelenkes sollte nicht überstrapaziert werden, um nicht den optimalen Zeitpunkt für die Prothese zu versäumen. Hier ist ein Umdenken erforderlich, da heute moderne Endoprothesen (insbesondere Pfannenkomponenten) mit deutlich verbesserter Verankerungstechnik zur Verfügung stehen.
Die Schulterendoprothetik hat in den letzten Jahren durch bessere Operationstechniken und moderne Implantate in der Hand erfahrener Operateure dieselben guten Ergebnisse geliefert, wie sie von der Hüft- und Knieendoprothetik bekannt sind. Degenerative, entzündliche und unfallbedingte Zerstörungen des Schultergelenkes führen durch ihre Schmerzhaftigkeit und Funktionsbeeinträchtigung bei den Patienten zu schwerwiegenden Einschränkungen ihrer Lebensqualität, die zum Teil noch gravierender sind als bei Gelenkerkrankungen der unteren Extremität.
Neben einer schmerzlindernden, entzündungshemmenden, medikamentösen, konservativen Therapie, unterstützt durch Krankengymnastik und ggf. einer kurzfristigen Ruhigstellung, kommen operative Verfahren wie eine arthroskopische Gelenktoilette über sog. »Schlüssellochoperationen« in Frage. Die Wahl einer Totalendoprothese (Kopf- und Pfannenersatz) oder einer Hemiprothese (alleiniger Kopfersatz) sind in hohem Maße vom Ausgangsbefund des erkrankten Schultergelenkes abhängig. Durch die Implantation einer Schultergelenkprothese kann der Schmerz mit einer Wahrscheinlichkeit von mehr als 90% ausreichend gebessert werden. Eine Zunahme des Bewegungsausmaßes ist jedoch abhängig von den Begleiterkrankungen insbesondere einem Riss der Sehnenhaube, der sog. Rotatorenmanschette. Der erfahrene Schulterorthopäde kann heute mit dem ihm zu Verfügung stehenden Prothesenrepertoire den Patienten endoprothetisch individuell und optimal versorgen.


Kontakt

Dr. med. Martin Huber-Stentrup
Chefarzt Orthopädie, Orthopädische Chirurgie, Unfallchirurgie

Sekretariat:
Frau Birgit Hirthammer
Tel.:     08158-23-102
Fax:     08158-23-127
m.huber-stentrup@krankenhaus-tutzing.de
 
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