Allgemeinchirurgie

Anti-Reflux-Chirurgie

Das Verständnis für die gastroösophageale Refluxkrankheit, die Kenntnis der ihr zugrundeliegenden Ursachen und Mechanismen sowie der Einsatz minimal-invasiver Techniken sind heute wichtige Eckpfeiler in der Antirefluxchirurgie.

Entscheidend für die Auswahl des richtigen Verfahrens sind Ihre Krankengeschichte inkl. der Voroperationen, Ihre Beschwerden, die Befunde aus Speiseröhren-Magen-Spiegelung, Funktionsdiagnostik (24h-pH-metrie, Ösophagusmanometrie) und radiologischen Verfahren sowie Ihr aktueller Medikamentenplan. 

Im refluxmunich, Ihrem Münchner Zentrum für Refluxkrankheiten am Chirurgischen Klinikum München Süd, sind die am häufigsten angewendeten Techniken die beiden hinteren Fundoplicationes nach Nissen (360°) und Toupet (270°) sowie die vordere Hemifundoplicatio (180°). Dabei wird der obere Magen als 1,5 bis 2 cm breite Manschette jeweils vorne und/oder hinten um die untere Speiseröhre geschlungen und somit deren Schließfunktion verstärkt. Dadurch soll der Magensäure-Rückfluss in die Speiseröhre dauerhaft reduziert werden.

Der letzte Teil der Speiseröhre verläuft normalerweise aus dem Brustraum durch eine Lücke im Zwerchfell, dem sog. „Hiatus“, in den Bauchraum, und geht dann im spitzen Winkel in den Magen über. Ist diese Lücke zu weit, so können der Winkel erheblich vergrößert und Anteile des Magens in den Brustraum gerutscht sein. In diesen Fällen muss der Magen vor einer geplanten Fundoplicatio zusätzlich wieder in seine ursprüngliche Lage zurückgebracht werden. Der Winkel zwischen Speiseröhre und Magen wird rekonstruiert und die Lücke mit Nähten verkleinert. Wenn die Lücke bei der intraoperativen Messung allerdings eine gewisse Größe überschritten hat und Ihr Bindegewebe schwach ist, kann es sinnvoll sein, die Rekonstruktion am Zwerchfell mit einem Netz zu verstärken.

Diese Eingriffe werden meist minimal-invasiv als Bauchspiegelung und unter Vollnarkose durchgeführt, und dauern in der Regel weniger als 120 Minuten. Im Rahmen Ihres kurzen stationären Aufenthalts wird das Operationsergebnis mittels Speiseröhren-Magen-Spiegelung oder Speiseröhren-Schluckuntersuchung dokumentiert. Anschließend erfolgen Überprüfungen Ihrer postoperativen Lebensqualität nach 4 Wochen, 12 und 24 Monaten.