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Ein starkes Netz für neurologische Patienten - Artemed übernimmt die Trägerschaft von Marianne-Strauß-Klinik und Haus der Freunde

Zum 29. Januar 2026 übernimmt die Artemed Gruppe aus Tutzing die Trägerschaft für das Behandlungszentrum Kempfenhausen für Multiple Sklerose Kranke gGmbH – inklusive der Übernahme aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu gewohnten Konditionen. Damit entsteht ein Netzwerk in der Gesundheitsversorgung neurologischer Patienten, das in der Region einzigartig ist.

Aufatmen in der Marianne-Strauß-Klinik und im benachbarten Pflegeheim „Haus der Freunde“

„Die Artemed ist uns natürlich schon allein durch die geografische Nähe bestens vertraut. Gleichzeitig hat sie sich in den vergangenen Jahren in ganz Deutschland einen Namen als stetig wachsende Klinikgruppe gemacht. In ihr haben wir einen starken Partner gefunden, der den Fokus auf die lokale Verwurzelung seiner Häuser legt“, so Dr. Sándor Mohácsi, Geschäftsführer der Behandlungszentrum Kempfenhausen für Multiple Sklerose Kranke gGmbH. 

35 Neurologen über 3 Standorte hinweg

Genau diese jahrzehntelang gewachsenen Strukturen in der Behandlung Multiple Sklerose-Erkrankter wiederum seien es, „durch die die Marianne-Strauß-Klinik so fantastisch zu uns passt“, stimmt Artemed-Geschäftsführer Dr. Max von Holleben ein, denn: Die MSK ist die größte Fachklinik für Multiple Sklerose in Süddeutschland und genießt in Fachkreisen sowie bei Patientinnen und Patienten einen exzellenten Ruf. „Das unter unserem Dach fortzuführen zu dürfen, darauf sind wir sehr stolz – zumal wir der festen Überzeugung sind, uns fachlich optimal gegenseitig zu ergänzen.“

Tatsächlich ist die Artemed selbst mit den Benedictus Krankenhäusern Tutzing und Feldafing im Bereich der Neurologie aus der Region rund um den Starnberger See kaum mehr wegzudenken. Nun werden die Stärken gebündelt: Insgesamt 35 Neurologen decken künftig unter Führung von Prof. Dr. Dirk Sander und Prof. Dr. Ingo Kleiter hausübergreifend von Schlaganfall über Parkinson bis hin zur Multiplen Sklerose die Diagnostik, Akuttherapie und Rehabilitation aller Erkrankungen des zentralen und peripheren Nervensystems ab. Zudem werden zahlreiche Forschungsprojekte klinisch vorangetrieben – denn beide Experten sind in den wesentlichen Fachgesellschaften stark verankert. Damit entsteht rund um den Starnberger See ein Neurologisches Kompetenzzentrum, das in der Region einzigartig ist.

Starkes Zeichen öffentlicher Institutionen

„Dass wir hierfür die Möglichkeit bekommen, ist nicht zuletzt auch der Landeshauptstadt München und dem Bezirk Oberbayern zu verdanken, die bisher den Hauptanteil der Gesellschafterstruktur ausgemacht haben“, erklärt Artemed-Konzerngeschäftsführer Prof. Dr. Rainer Salfeld. „Dieses Vertrauen seitens zweier öffentlicher Institutionen entgegengebracht zu bekommen, ist wirklich eine Seltenheit. Uns ist entsprechend wichtig, dass sie und die Mitarbeiter des Hauses wissen, dass wir alles Menschenmögliche daransetzen werden, das großartige Erbe der Marianne-Strauß-Klinik und des Pflegeheims nicht nur fortzuführen, sondern auf ein neues Level zu heben.“

Dass die laufenden Bauabschnitte finalisiert und geplante Sanierungsarbeiten fortgeführt werden, ist für dieses Versprechen sicherlich ein wichtiges Zeichen. Ebenso, dass sich an den bestehenden Arbeitsverträgen aller Mitarbeitenden nichts ändern wird.

  „Nur durch Ihren hervorragenden Einsatz konnten wir die Sanierung und die vergangenen schwierigen Monate so erfolgreich meistern. Ich weiß, wie sehr diese Zeit Sie alle belastet hat und möchte mich deshalb ganz herzlich für Ihr Vertrauen und Ihre Loyalität bedanken“, sagt Dr. Sándor Mohácsi abschließend. „Ich freue mich umso mehr, dass wir in der Artemed einen starken Träger gefunden haben, der den Kern der Klinik und des Pflegeheims erhält und somit für MS-Patientinnen und Patienten auch weit über unsere regionalen Grenzen hinaus eine wichtige Anlaufstelle bleibt.“

Erfolgreiches Ende eines Sanierungsverfahrens

Dass das Sanierungsverfahren der Behandlungszentrum Kempfenhausen für Multiple Sklerose Kranke gGmbH nun ein glückliches Ende gefunden hat, darüber freuen sich alle Beteiligten. Im Erörterungs- und Abstimmungstermin am 13. Januar 2026 vor dem Amtsgericht Weilheim wurde der Insolvenzplan von den Gläubigern angenommen und anschließend vom Gericht bestätigt. Zum 28. Januar erfolgte der rechtmäßige Eigentumsübergang.

Begleitet wurde das Verfahren von der auf Sanierung und Restrukturierung spezialisierten Kanzlei ECKERT Rechtsanwälte rund um das erfahrene Team der Partner und Rechtsanwälte Markus Kohlstedt und Dr. Mark Boddenberg. Markus Kohlstedt führt aus: „Die enge und konstruktive Zusammenarbeit aller Beteiligten war entscheidend für den Erfolg dieses Verfahrens. Dass der Übergang nun geordnet und stabil auf Artemed erfolgen kann, ist ein starkes Signal für die Region und die Versorgung von MS-Patientinnen und Patienten.“ Auch Dr. Mark Boddenberg zieht ein positives Fazit: „Die Bestätigung des Insolvenzplans zeigt, wie wirkungsvoll konsequente Sanierungsarbeit und ein klarer Fokus auf tragfähige Lösungen sein können. Mit der Artemed Gruppe haben wir einen sehr etablierten Träger gefunden, der die Zukunft der Klinik und des Pflegeheims langfristig sichert.“

Am 24. Juni 2025 wurde vor dem Amtsgericht Weilheim ein Antrag auf Durchführung eines Schutzschirmverfahrens gestellt. Hintergründe für das Verfahren waren gestiegene Kosten, u. a. für Energie, Sachmittel und den Klinikneubau vor Ort.

Über die Behandlungszentrum Kempfenhausen für Multiple Sklerose Kranke gGmbH

Die Behandlungszentrum Kempfenhausen für Multiple Sklerose Kranke gemeinnützige GmbH besteht aus einem neurologischen Fachkrankenhaus, das auf die Diagnostik und Behandlung der Multiplen Sklerose und verwandter Erkrankungen spezialisiert ist und einer spezialisierten Pflegeeinrichtung.

Die Fachklinik bietet eine multimodale, fach- und sektorübergreifende Komplexbehandlung der Multiplen Sklerose und verwandter Erkrankungen für Patient:innen aus dem gesamten Bundesgebiet. Das Zentrum bietet das gesamte Leistungsspektrum der MS-Behandlung, bis zur Schnittstelle zur Rehabilitation an (ambulant, teilstationär, vollstationär, Pflege). Die Klinik umfasst 120 vollstationäre Betten, 15 teilstationäre Plätze und eine Ambulanz, hinzu kommen 31 Betten der Pflegeinrichtung. Die Klinik ist damit das zweitgrößte Fachkrankenhaus für Multiple Sklerose bundesweit. Das Team des Behandlungszentrums umfasst ca. 240 Mitarbeitende.

Die Gesellschaft wurde im Jahr 1982 gegründet. Bis zur Übernahme bestand die Gesellschafterstruktur aus: Landeshauptstadt München (57 %), Bezirk Oberbayern (17 %), KWA Kuratorium Wohnen im Alter gemeinnützige AG (13 %), Deutsche MS-Gesellschaft, Landesverband Bayern e.V. (13 %).

 

Pressekontakt

Leonie Ottmer

Artemed SE

Tel.: 08158-9077095
Email: leonie.ottmer@artemed.de

www.artemed.de

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