München/Nyangao, April 2026 – „Die Mütter und Kinder in Nyangao kämpfen täglich um ihr Leben unter Bedingungen, die man sich hierzulande kaum vorstellen kann“, erklärt Schwester Dr. Ullamariam, die im Projektteam vor Ort tätig ist. „Mit der neuen Infrastruktur können wir Frühgeborene und Risikopatientinnen künftig unter sicheren und würdigen Umständen versorgen.“
Die Artemed Stiftung freut sich über die Unterstützung durch die Benefizaktion Sternstunden e.V. für dieses zentrale Entwicklungsprojekt in Ostafrika. Gemeinsam setzen sie sich für die Senkung der Kinder- und Müttersterblichkeit am St. Walburgs Hospital in Nyangao, Tansania, ein. Dank der Förderung von Sternstunden kann das Krankenhaus um ein modernes Mutter-Kind-Zentrum und eine dringend benötigte neonatale Intensivstation erweitert werden.
Das St. Walburgs Hospital wurde 1947 von den Missions-Benediktinerinnen von Tutzing gegründet und gilt heute als eine der wichtigsten medizinischen Einrichtungen im benachteiligten ländlichen Südosten Tansanias. Mit rund 220 Betten und jährlich etwa 90.000 Patientinnen und Patienten übernimmt das Hospital die Grund- und Regelversorgung für über eine Million Menschen, unterstützt von rund 285 engagierten Mitarbeitern.
Besonders in der Geburtshilfe spielt das Krankenhaus eine entscheidende Rolle: Bis zu 3.500 Geburten jährlich werden hier betreut, viele davon Risikogeburten. Die räumlichen Voraussetzungen sind jedoch stark begrenzt und genügen den medizinischen Anforderungen längst nicht mehr: Entbindungen finden in einem Großraum hinter Vorhängen statt, Frühgeborene werden in einer kleinen Ecke des Raumes versorgt, 10 bis 12 junge Mütter teilen mit ihren Babys das Bett in einem einzigen Zimmer.
Das Krankenhaus deckt Fachbereiche wie Innere Medizin, Chirurgie, Gynäkologie, Pädiatrie, Zahn- und Augenheilkunde ab und behandelt häufige Erkrankungen wie HIV und Tuberkulose. Die Artemed Stiftung unterstützt mit Wissensaustausch, Fortbildungen, Facharzt-Stipendien, medizinischen Geräten und Baumaßnahmen, um die medizinische Versorgung qualitativ zu verbessern.
Sternstunden e.V., die Benefizaktion des Bayerischen Rundfunks und seiner Partner, fördert seit 1993 Kinderhilfsprojekte weltweit und steht für die Garantie, dass jede Spende zu 100 Prozent direkt den Kindern zugutekommt. Die Unterstützung des Projekts in Nyangao knüpft an das langjährige Engagement der Organisation an.
„Wir sind Sternstunden zutiefst dankbar für diese Förderung“, sagt Kathrin Brosowski, Geschäftsführerin der Artemed Stiftung. „Gemeinsam schaffen wir nachhaltige medizinische Strukturen, die Leben retten – heute und in Zukunft.“
Weitere Informationen und Einblicke in die Arbeit vor Ort finden Sie unter www.artemedstiftung.de/project/st-walburgs-hospital sowie im Video-Statement von Schwester Dr. Ullamariam.
Über die Artemed Stiftung
Die gemeinnützige Artemed Stiftung fördert den Aufbau und Betrieb medizinischer Einrichtungen in Ländern mit unzureichender Gesundheitsversorgung. Im Mittelpunkt steht die nachhaltige Verbesserung der Lebensbedingungen durch professionelle, menschenwürdige Medizin. Das Engagement reicht von Tansania über Myanmar bis nach Bolivien.
